Zugegeben, etwas provokant klingt das schon.
Doch wie selten hört man heute noch den alten Spruch:
„Die Mitarbeiter sind unser wichtigster Aktivposten"!
Stattdessen erklingt immer häufiger die Klage:
„Die Mitarbeiter sind unsere größte Last".

Unstrittig wird eine der zentralen Managementherausforderungen der nächsten Jahre darin bestehen, die Produktivität schneller wachsen zu lassen, als die Kosten steigen.
49% der Manager sehen in Kostensenkungsprogrammen und in der Optimierung der Kostenstrukturen die wichtigsten Maßnahmen.

Nicht wenige Großunternehmen fordern von ihren Zulieferern die Kosten zu senken und im Ausland produzieren zu lassen. Dieser Weg birgt eine Reihe Risiken.

• die Lohnkosten sind in diesen Regionen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und sie werden weiter steigen
• die Lohnkosten in deutschen Unternehmen mit hohem Automatisierungsgrad liegen i.d.R. unter 15% an den Gesamtkosten, das Einsparpotential ist damit nicht sehr hoch
• es fallen hohe qualitätsbezogene Kosten an, um zu überprüfen, ob die Qualität eingehalten wurde
• Know-how-Verluste treten auf, weil im Ausland geschulte Mitarbeiter von der Konkurrenz abgeworben werden oder sich selbständig machen
• Sprach- und Kulturprobleme treten auf,…

Aber geht es heute wirklich noch um die Frage:
„Wie mache ich ein Produkt oder eine Dienstleistung billiger?"

Kosten senken ist kein Unternehmensziel!

Unternehmensziel kann nur sein, innovative Produkte zu marktfähigen Kosten anzubieten.
Das wird aber nur möglich sein, wenn die Rahmenbedingungen im Unternehmen stimmen. Sind demotivierende Faktoren ausgeschaltet, sind Mitarbeiter zu Spitzenleistungen – zu Innovationen - fähig.

Wenn es gelingt, Mitarbeiter nicht nur als Kostenfaktor sondern als Kapital des Unternehmens zu betrachten, ist der Weg nicht mehr weit, über die produktive Nutzung des Kapitals der Mitarbeiter nachzudenken.

Dann wird aus der Frage: „Was kostet die Arbeitskraft "?
Schnell die Frage:            „Welchen Nutzen bringt die Arbeitskraft"?

Zukunftsorientierte Unternehmen behandeln die Mitarbeiter letztendlich nicht als Kosten auf Beinen, die es soweit als möglich zu reduzieren gilt, sondern als Erfolgsfaktor Nummer eins, dessen schöpferische Kraft ausschlaggebend für den Erfolg des Unternehmens ist.

Die Mitarbeiter sind vielleicht die größte Belastung, aber sie sind auch die größte Chance der Unternehmen.

Qualität ist kein Zufall.
Es gehören Intelligenz und Wille dazu,
um ein Ding besser zu machen.
Rushkin

 

Titelbildbreit